Ratgeber · Quellen und Kennungen
DOI, ISBN und ISSN korrekt angeben
DOI, ISBN und ISSN sind Kennungen für Quellen. Nicht jeder Zitierstil verlangt alle drei, und jede gehört an eine andere Stelle. Dieser Ratgeber erklärt, wofür sie stehen, wo Sie sie finden und wie der Generator damit umgeht.
Drei Kennungen, drei Aufgaben
Eine DOI (Digital Object Identifier) bezeichnet einen einzelnen Text dauerhaft, meist einen Zeitschriftenartikel oder ein Buchkapitel. Sie beginnt mit 10., gefolgt von einer Zahl, einem Schrägstrich und einer Zeichenfolge, etwa 10.1234/zdp.2022.0312.
Eine ISBN (International Standard Book Number) bezeichnet eine Buchausgabe. Sie hat seit 2007 dreizehn Ziffern, ältere Bücher tragen noch zehnstellige Nummern. Sie steht auf der Rückseite des Titelblatts und am Buchrücken.
Eine ISSN (International Standard Serial Number) hat acht Ziffern und bezeichnet eine Zeitschrift oder Reihe als Ganzes, nicht einen Artikel.
Wo Sie die Kennungen finden
Die DOI steht meist auf der ersten Seite des Artikels und auf der Seite des Verlags. Fehlt sie, hilft die Suche im Verzeichnis von Crossref. Die ISBN finden Sie im Buch selbst oder im Katalog Ihrer Bibliothek. Die ISSN steht auf der Website der Zeitschrift.
In welchen Stilen was steht
Die DOI gehört bei Artikeln und Kapiteln in den Eintrag, wenn es eine gibt. APA 7 und MLA 9 geben sie als Link https://doi.org/… an. Eine zusätzliche URL ist dann nicht nötig.
Die ISBN gehört bei APA, MLA, Harvard und Chicago nicht in den Eintrag. Bei DIN ISO 690 nennen Hochschulleitfäden sie, wenn sie vorhanden ist.
Die ISSN steht in den gängigen Stilen nicht im Eintrag.
Die Deutsche Zitierweise hat kein einheitliches Regelwerk. Viele Lehrstühle nennen die DOI, selten die ISBN. Folgen Sie dem Merkblatt Ihres Lehrstuhls.
Was der Generator damit macht
Der Zitat-Generator bringt eine eingegebene DOI in die Form https://doi.org/…, entfernt dabei Präfixe wie „doi:“ und meldet eine ungültige Eingabe auf Deutsch. Ist eine DOI und eine URL angegeben, hat die DOI Vorrang. Bei DIN ISO 690 fragt er zusätzlich die ISBN ab.
Er sucht keine Kennungen heraus und prüft sie nicht gegen eine Datenbank. Rufen Sie die DOI vor der Abgabe einmal im Browser auf. Führt sie zur richtigen Quelle, stimmt sie.
Worauf es ankommt
Nehmen Sie die DOI, wenn es eine gibt, in der Form https://doi.org/…. Die ISBN brauchen Sie nur bei DIN ISO 690. Die ISSN lassen Sie weg. Kontrollieren Sie jede Kennung einmal selbst.
FAQ
Häufige Fragen
Wie sieht eine DOI im Literaturverzeichnis aus?
Als vollständiger Link in der Form https://doi.org/10.1234/beispiel, ohne den Zusatz „DOI:“. Das verlangen APA 7 und MLA 9 ausdrücklich so. Der Generator wandelt Eingaben mit oder ohne Präfix in diese Form um.
Gehört die ISBN in die Quellenangabe?
In APA, MLA, Harvard und Chicago nicht. Bei DIN ISO 690 nennen Hochschulleitfäden sie, wenn sie vorhanden ist. Der Generator fragt die ISBN deshalb nur beim Stil DIN ISO 690 ab.
Und die ISSN?
Die ISSN kennzeichnet eine Zeitschrift, nicht einen einzelnen Artikel. In den üblichen Zitierstilen steht sie nicht im Eintrag. Der Generator fragt sie nicht ab.
Prüft der Generator, ob meine DOI oder ISBN stimmt?
Er prüft nur den Aufbau. Eine DOI muss mit 10. beginnen und einen Schrägstrich enthalten. Bei der ISBN prüft er, ob 10 oder 13 Ziffern angegeben sind. Eine Prüfsumme berechnet er nicht und fragt keine Datenbank ab. Ob die Kennung zur Quelle gehört, müssen Sie selbst kontrollieren.
Quellen