Methodik
Diese Seite beschreibt, wie der Zitat-Generator aus Ihren Angaben einen Beleg bildet, auf welche Quellen sich die Regeln stützen, was das Werkzeug nicht leistet und wie wir die Inhalte der Seite prüfen. Stand: Oktober 2026.
Wie der Generator einen Beleg bildet
Sie wählen einen Stil und einen Quelltyp (Buch, Beitrag im Sammelband, Zeitschriftenartikel, Website, Zeitungsartikel, PDF-Dokument, YouTube-Video, Gesetz, Hochschulschrift oder Interview) und tragen die Angaben in getrennte Felder ein. Daraus setzt der Generator den Eintrag fürs Literaturverzeichnis zusammen und bildet den Beleg im Text als wörtliches Zitat, in der Fließtextform und als sinngemäßes Zitat. Bei der Deutschen Zitierweise erzeugt er stattdessen die Fußnoten: Erstnennung, Folgenennung, „Ebd.“ und die Varianten mit „Vgl.“.
Die gesamte Berechnung läuft in Ihrem Browser. Es werden keine Angaben an einen Server gesendet, nichts wird gespeichert
und keine Datenbanken wie Crossref oder Bibliothekskataloge abgefragt. Der Generator kennt nur das, was Sie eintragen.
Eine DOI wird nicht nachgeschlagen, sondern lediglich in die Form https://doi.org/… gebracht.
Die Beispiele auf den Seiten unter Zitier-Vorlagen entstehen beim Bau der Seite mit derselben Logik wie das Werkzeug. Es gibt keine von Hand geschriebenen Beispieleinträge, die von der Logik abweichen könnten.
Regeln je Stil
- APA 7: Nachname und Initialen. Im Verzeichnis werden bis zu 20 Autoren genannt, ab 21 die ersten 19, dann Auslassungspunkte und der letzte Autor. Im Text steht ab drei Autoren von Beginn an „et al.“. Die deutschen Bausteine („Hrsg.“, „Aufl.“, „S.“, „o. J.“) sind eine an Hochschulen verbreitete Übersetzung und nicht Teil des englischen Originals.
-
MLA 9:
Nur der erste Autor wird umgekehrt. Ab drei Autoren folgt „et al.“. Der Beleg im Text nennt Autor und Seite ohne Jahr.
Das Zugriffsdatum ist optional. Eine DOI steht als
https://doi.org/…. - Harvard (Cite Them Right): Autor (Jahr) ohne Punkt nach dem Jahr, „and“ vor dem letzten Namen, bei Online-Quellen „Available at: … (Accessed: …)“. Im Text steht ab vier Autoren „et al.“. Hochschulen legen Harvard unterschiedlich aus, die Vorgabe Ihrer Hochschule geht dieser Variante vor.
- Chicago 18: Autor-Jahr-System mit Literaturverzeichnis. Im Text steht ab drei Autoren „et al.“, im Verzeichnis ab sieben Autoren (die ersten drei und „et al.“). Das System Notes and Bibliography mit Fußnoten bildet der Generator nicht ab.
- DIN ISO 690 (Autor-Jahr): NACHNAME, Vorname, „und“ vor dem letzten Namen, danach das Jahr. Bücher nennen die Auflage ab der zweiten, Ort: Verlag und, wenn vorhanden, die ISBN. Online-Quellen tragen „[online]“, „[Zugriff am: TT.MM.JJJJ]“ und „Verfügbar unter:“. Die Bausteine sind immer deutsch.
- Deutsche Zitierweise: Es gibt dafür keine Norm, jeder Lehrstuhl hat ein eigenes Merkblatt. Das Werkzeug setzt eine in den Geistes- und Rechtswissenschaften verbreitete Variante um: Erstnennung vollständig, Folgenennung „Nachname, Kurztitel (wie Anm. 1), S. 16.“, unmittelbare Wiederholung „Ebd., S. 16.“, sinngemäße Zitate mit „Vgl.“. Titel werden nicht kursiv gesetzt. Ab vier Personen steht „u. a.“.
Die Schwellen, ab denen Autorenlisten mit „et al.“ gekürzt werden, stehen im Quelltext des Generators jeweils neben der Quelle, aus der sie stammen. Titel mit Fragezeichen oder Ausrufezeichen am Ende erhalten keinen zusätzlichen Punkt, Seitenbereiche werden mit Halbgeviertstrich geschrieben.
Besondere Quelltypen
- Gesetze werden nach der juristischen Zitierweise belegt (§ 823 Abs. 1 BGB), ohne Autor und Jahr. Eine eigene Vorgabe für deutsche Gesetze enthält keiner der Stile APA, MLA, Harvard oder Chicago, der Generator weist darauf hin.
- Persönliche Gespräche stehen nach APA und Chicago nur im Text, nicht im Verzeichnis. Der Generator erzeugt dann nur den Beleg im Text und sagt, dass kein Eintrag entsteht.
- Videos belegt MLA mit dem Titel am Anfang und dem Kanal als „uploaded by“. Bei den anderen Stilen steht der Kanal als Urheber an der Stelle des Autors.
- Hochschulschriften tragen Art der Arbeit und Hochschule, bei APA in eckigen Klammern hinter dem Titel.
Quellen
Die Grundregeln der Stile stützen sich auf die unten genannten Leitfäden. Die Reihenfolge der Angaben bei DIN ISO 690 und der Deutschen Zitierweise für Gesetze, Videos, Hochschulschriften und Interviews ist Hochschulpraxis ohne einheitliche Vorgabe. Welche Quelle zu welcher Regel gehört, steht im Quelltext des Generators neben der jeweiligen Regel.
- APA 7: Publication Manual of the American Psychological Association, 7. Auflage (erschienen 2019, Copyright 2020), dazu die Beispiele des APA Style. apastyle.apa.org
- MLA 9: MLA Handbook, 9. Auflage (2021), zugänglich über das MLA Style Center. style.mla.org
- Harvard: Harvard ist kein einheitlicher Standard. Das Werkzeug folgt der Variante Cite Them Right (Pears und Shields, 12. Auflage 2022), wie sie viele britische Hochschulen verwenden. citethemrightonline.com
- Chicago 18: The Chicago Manual of Style, 18. Auflage (2024), Autor-Jahr-System mit Literaturverzeichnis. Die Regel, im Beleg im Text ab drei Autoren „et al.“ zu setzen, stammt aus dem Chicago Quick Guide. chicagomanualofstyle.org
- DIN ISO 690: Die Norm DIN ISO 690:2013-10 ist kostenpflichtig und zurückgezogen, der Normgeber empfiehlt ISO 690:2021. Hochschulen verlangen weiter „DIN ISO 690“, jede mit eigener Zeichensetzung. Das Werkzeug folgt dem Leitfaden „Zitate und Literaturangaben“ des Open Access Lab der HAW Hamburg (Stand 2024). Leitfaden HAW Hamburg (PDF)
Grenzen des Werkzeugs
- Der Generator behandelt eine Quelle. Für ein ganzes Literaturverzeichnis mit Sortierung gibt es den Literaturverzeichnis-Generator.
- Es gibt zehn Quelltypen. Konferenzbeiträge, Datensätze, Audioquellen und KI-Ausgaben bildet er nicht als eigenen Typ ab.
- DIN ISO 690 lässt sich nicht gegen den Normtext prüfen, weil er kostenpflichtig ist. Das Werkzeug bildet die an deutschen Hochschulen verbreitete Autor-Jahr-Form nach einem Hochschulleitfaden ab.
- Der Generator übernimmt Ihre Schreibweise. Bei englischen Titeln nach APA wandelt er die Großschreibung nicht um, sondern weist darauf hin.
- Er prüft nicht, ob Ihre Angaben stimmen. Ein Tippfehler im Titel steht anschließend im Beleg.
- Manche Fakultäten und Zeitschriften schreiben Abweichungen vor. Deren Vorgabe geht jedem Generator vor. Prüfen Sie jeden Beleg vor der Abgabe.
Wie wir prüfen
Für jeden Stil und jeden Quelltyp gibt es automatisierte Tests mit Referenzfällen, dazu Grenzfälle wie 1, 2, 3 und 21 Autoren, Namenszusätze („von“, „van“), Umlaute, fehlende Angaben („o. J.“, „o. S.“) und Eingaben mit Schadcode. Die Ratgeber liest die Redaktion gegen dieselben Quellen. Redaktionelle Seiten tragen das Datum der letzten Prüfung.
Korrekturen
Bestätigte Fehler korrigieren wir und halten die Änderung auf der Seite Korrekturen fest. Hinweise gehen an info@akara-solutions.de.
Verantwortung
Wer einen Ratgeber verfasst hat, steht in der Byline und auf den Autorenprofilen. Inhaltlich verantwortlich gemäß § 18 Abs. 2 MStV ist Eike-Christian Ramcke, Geschäftsführer der AKARA Solutions GmbH.